Gedanken zum Saalbau in Kirchberg
Schon vor zwei Jahren hat die Sozialdemokratische Partei Alttoggenburg den Gemeinderat in Briefwechseln und Gesprächen wegen einem Verkehrskonzept im Zusammenhang mit dem geplanten Gemeindesaal in Kirchberg angefragt. Aber jedes Mal – zuletzt an der Parteienorientierung vom 23. Januar 2012 – wurde ein solches Konzept als nicht nötig erachtet. Doch plötzlich, nämlich an der öffentlichen Orientierung vom 26. Januar 2012, wurde es zu einem wichtigen Bestandteil in der Gesamtplanung. Was gilt nun?
Tatsache ist, dass heute schon viele Anwohner unter dem starken Verkehr rund um den Toggenburgerhof leiden. Da mutet es zumindest wundersam an, wenn die Promotoren behaupten, durch den neuen Saal entstehe kein zusätzlicher Verkehr. Da fragt man sich natürlich zu Recht, warum eine Tiefgarage gebaut werden muss. Die Parkplatzfläche bleibt ja gemäss dem Siegerprojekt erhalten. Dass die Mehrheit der Besucherinnen und Besucher plötzlich den öffentlichen Verkehr benutzt, ist zumindest fragwürdig, abgesehen davon, dass der Busbetrieb mit dem Ansturm von Hunderten von Personen wohl heillos überfordert wäre.
Sorgen bereitet der SP zudem die bereits jetzt schon stark befahrene Dorfkreuzung. Sie glaubt dem Gemeinderat nicht, dass der Mehrverkehr, der durch den Saal erzeugt wird, nur zu Zeiten anfällt, an denen die Dorfkreuzung nicht so stark befahren würde. Und selbst wenn dies stimmen würde: Wollen wir nun dauernd so viel Verkehr im Dorfzentrum?
Man wird den Eindruck nicht los, dass alle planerischen Massnahmen allein die Optimierung des Saalbetriebs zum Ziele haben, was aber nur auf Kosten des Quartiers, ja des ganzen Dorfes möglich ist.
Die Sozialdemokratische Partei stellt sich nicht grundsätzlich gegen einen neuen Gemeindesaal, aber sie möchte, dass die absehbaren Probleme auf den Tisch gelegt werden und dass die Anliegen der betroffenen Bevölkerung angemessen berücksichtigt werden.



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